Washington D.C.

Thanksgiving bedeutet ein verlängertes Wochenende und das heißt für uns Koffer packen. Wir fahren nach Washington, wo wir bereits Memorial Day 2013 waren. Damals lag der Schwerpunkt auf den Memorials, dieses Mal wollen wir aufgrund der kälteren Jahreszeit die vielen Museen erkunden.

Washington ist keine typisch amerikanische Stadt mit Skyline und Shopping Malls, hier dreht sich wirklich alles um amerikanische Geschichte und Politik. Die meisten Museen gehören zu der Smithsonian Institution, eine US-amerikanische Forschungs- und Bildungseinrichtung. Sie wurde bereits 1846 mit Mitteln aus der Hinterlassenschaft des verstorbenen englischen Wissenschaftlers James Smithson zugunsten der Vereinigten Staaten von Amerika gegründet, mit dem Auftrag der „Vermehrung und Verbreitung von Wissen“. Und genau das wollen wir tun.

Unser erstes Museum ist das National Museum of American History, das sich mit alter und junger amerikanischer Geschichte beschäftigt. Wir wollen The Star-Spangled Banner sehen, die Originalflagge von 1813, die die Inspiration zum Text der Nationalhymne lieferte. Außerdem sind dort auch die Originalschuhe, die Dorothy 1938 in dem Film The Wizard of Oz trug, ausgestellt.

Das Wetter meint es gnädig mit uns und wir entscheiden uns doch für Outdoor Programm. Amelie ist ein großer Fan von Abraham Lincoln und so statten wir ihm einen Besuch ab. Mitten auf der National Mall steht das Washington Memorial, 170 Meter hoch. Bis 1889 das höchste Bauwerk der Welt, heute immerhin noch das höchste Steinbauwerk der Welt. Von hier aus haben wir einen guten Blick gen Osten zum Capitol und gen Westen zum Lincoln Memorial, wo sich auch die meisten anderen Memorials befinden.

An den Memorials lasse ich einfach die Bilder sprechen…  wir starten am Lincoln Memorial

Vietnam Veterans Memorial

Korean War Memorial

World War II Memorial

Wie ihr seht, der erste Tag neigt sich dem Ende.

Unser zweiter Tag beginnt mit dem Weißen Haus, aber schon auf dem Weg dorthin kommen wir am Old Post Office vorbei. Der Clock Tower des Post Offices war einst das höchste Gebäude der Stadt.

White House

Weiter geht es zum Holocaust Memorial Museum, das in einer beeindruckenden Weise ein schwieriges Kapitel unserer Geschichte aufgreift. Für Kinder gibt es zum Einstieg in die Thematik Daniel`s House, in dem die Geschichte eines jüdischen Jungen erzählt wird. In der restlichen Ausstellung darf nicht fotografiert werden, aber sie ist wirklich beeindruckend.

Nach so schwerer Materie nutzen wir das sonnige Wetter und spazieren um das Tridal Basin, um weitere Memorials zu besichtigen. Zunächst stoßen wir auf das Jefferson Memorial

Franklin Delano Roosevelt Memorial

Martin Luther King Jr. Memorial

World War II Memorial

So, nun haben wir aber die wichtigsten Memorials gesehen. Sie sind einfach so beeindruckend, dass man sie nicht links liegen lassen kann und schon gar nicht bei so herrlichem Novemberwetter. Nun aber auf in die Smithsonian Institutions. Das National Museum of Natural History mit seiner umfassenden Ausstellung an Skeletten, Dinosauriern und Säugetieren gefällt uns besonders gut.

Wir verweilen länger als geplant und sind glücklich, dass wir auf dem Weg ins Hotel noch ein leckeres Brauhaus finden.

Ein neuer Tag: heute wollen wir aber definitiv unsere Museumstour in Angriff nehmen. Vom Hotel aus führt unser Weg zunächst ins National Postal Museum. Es sollte ein kurzer Abstecher auf dem Weg zur National Mall werden, aber das Museum bietet gerade für Kinder so viele interessante und interaktive Dinge, dass wir uns dort geradezu losreißen müssen.

Weiter geht es zum Union Station, ein prächtiger Beaux-Art Bau aus dem Jahre 1907, das Gewölbe ist mit 32 kg Blattgold verarbeitet. 1988 wurde die Bahnhofshalle in ein Shopping- und Entertainment Center verwandelt. Ein paar gut gelaunte Damen verteilen free hugs und das nehmen wir doch gerne an.

Columbus

Es geht weiter zur Liberty of Congress, einer gigantischen Bibliothek mit der weltweit größten Ansammlung von Büchern und Dokumenten. Schon die Eingangshalle verzaubert mich mit all den tollen leuchtenden Farben, beim Betreten des Hauptlesesaales stehe ich nur noch da und staune. Außerdem wird hier eine, der nur noch weltweit 3 vollständigen Gutenberg Bibeln ausgestellt.

Direkt gegenüber der Library of Congress liegt das Capitol, das im Moment wenig fotogen ist, denn die Kuppel ist vollständig eingerüstet. Da wir das Capitol bereits bei unserem letzten DC Besuch ausgiebig von innen sowie von außen besichtigt haben, können wir mit diesem Zustand ganz gut leben.

Unser nächstes Ziel ist das National Museum of the American Indians. Da wir gerade erst in New Mexico bei den Pueblo Indians waren, interessiert mich dieses Museum besonders. Das Gebäude selbst ist sehr beeindruckend, die Ausstellung jedoch hält sich meiner Meinung nach in Grenzen, auch wenn es das weltgrößte Indianermuseum ist.

Es folgt das National Air and Space Museum, das von der Flugleidenschaft des 20. Jahrhunderts erzählt…. ihr seht, heute ist Museumstag.

3 Tage erkunden wir nun schon D.C.. Der Beitrag ist länger geworden als geplant, aber wir sind auch in The United States Capital unterwegs, dieser Stadt muss man einfach etwas mehr Aufmerksamkeit widmen.

Heute ist unser Abreisetag, nicht ohne noch ein Mal tief in die amerikanische Geschichte einzutauchen. Wir begeben uns zum Ford`s Theatre, wo Abraham Lincoln am 14. April 1865 während einer Theateraufführung erschossen wurde.

Wie ihr seht, war dies ein geschichtsträchtiger Ausflug, interessant, informativ und abwechslungsreich zugleich. Ein ideales Reiseziel für Sommer wie Winter. Wir machen uns auf den Heimweg, denn morgen ist wieder Schule und Alltag.

Mehr Bilder gibt es bei flickr

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