Theodore Roosevelt und der Steiff Bär aus Giengen

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Ein verregneter Sonntag und die jüngeren Mitglieder des Familienrates werden sich ganz schnell einig, dass es mal wieder ins Steiff Museum nach Giengen an der Brenz gehen soll. Eigentlich dachten wir, dass unsere Kinder so langsam aus dem Alter raus sind, aber der Teddybär hat wohl eine enorme Anziehungskraft.

Das Museum ist sehr liebevoll gestaltet. Am Eingang wird man in kleinen Gruppen eingelassen und erlebt zunächst die Geschichte von Margarete Steiff und ihrem ersten Elefanten hautnah.

Am 24. Juli 1847 wird Margarete in Giengen an der Brenz geboren, im Alter von drei Jahren erkrankt sie an Kinderlähmung. Im Jahr 1874 baut Margaretes Vater das Elternhaus um und richtet ihr ein eigenes Arbeitszimmer ein, eine kleine Schneiderei. Vom ersten selbstverdienten Geld kauft sie sich eine eigene Nähmaschine. Das Schwungrad kann sie auf der rechten Seite nur mühsam bewegen, deshalb wird die Maschine kurzerhand umgedreht.
Adolf Glatz, der Mann ihrer Kusine, rät ihr dann 1877 zum Schritt in die Selbstständigkeit. Margarete gründet daraufhin ein Filzkonfektionsgeschäft und verkauft erfolgreich selbst angefertigte Kleidungsstücke und Haushaltsartikel. Bald kann sie mehrere Näherinnen beschäftigen. Im Journal „Modenwelt“ vom 8. Dezember 1879 sieht Margarete das Schnittmuster für einen kleinen Stoffelefanten. Nach dieser Vorlage näht sie das „Elefäntle“ als Nadelkissen, schon bald sind die kleinen Stofftiere aber als Kinderspielzeug sehr beliebt.

Schon sechs Jahre später verkauft Margarete über 5000 Elefanten und entwirft nun auch andere Stofftiere.

Anschließend geht es mit Frieda und Knopf auf die Reise durch fremde Länder. In den einzelnen Themenräumen wird die Vielzahl und die Vielfältigkeit der Steiffkollektion sehr liebevoll gezeigt.

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Nachdem wir mit einem Glasaufzug wie in den 7. Himmel befördert werden, ist es nun Zeit durch das Steiffparadies zu schlendern und sich wieder wie ein Kind zu fühlen.

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In den Schaukästen werden die Raritäten und Besonderheiten der einzelnen Jahre gezeigt. Interessant zu sehen, wie sich die Kollektion aus der eigenen Kindheit weiterentwickelt hat.

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Und hier ist der Namensgeber des Teddybären: Theodore Roosevelt.

Aber wie wird so ein Teddybär hergestellt? In mühsamer Handarbeit und natürlich mit viel Liebe.

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Es war eine wunderbare Idee, bei diesem Schmuddelwetter die Welt mal wieder mit Kinderaugen zu betrachten.

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7 Gedanken zu “Theodore Roosevelt und der Steiff Bär aus Giengen

  1. Ich glaube das ist auch noch für Kinder jenseits der 60 interessant. Die aller Meisten hatten doch eine Beziehung zu so einem Stofftier in ihrer frühen Kindheit und oft auch darüber hinaus. Das weckt Erinnerungen 😉
    Danke für den Tipp

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  2. Die Charlottenhöhle ist eine der vielen Höhlen auf der Schwäbischen Alb. Ganz in der Nähe liegt auch noch der Archäopark Vogelherd, wir selbst waren noch nicht dort, soll aber auch sehr schön sein.
    Viel Spaß beim googeln
    Sabine

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