Nerobergbahn Wiesbaden

Ein liebenswertes Relikt aus Wiesbadens Vergangenheit ist die Nerobergbahn. Schon seit 1888 fährt sie mit gemächlichen 6,8 km/h auf den Wiesbadener Hausberg. Sie ist die letzte Bergbahn dieses Typs in Deutschland, denn sie wird mit Wasserlast betrieben. Bei herrlichem Wetter genießen wir die 438 m lange Fahrt, wahrlich keine lange Strecke, Tal- und Bergstation trennen gerade mal 80 Höhenmeter, aber es ist eine besondere Fahrt.

An der Bergstation befindet sich ein gewaltiger Wassertank mit 370.000 Litern, je nach Anzahl der zu befördernden Personen wird der Wagen an der Bergstation betankt. Während er nach unten fährt, zieht er den anderen Wagen nach oben. An der Talstation angelangt, wird das Wasser abgelassen und wieder auf den Neroberg gepumpt.

Auf dem Neroberg gibt es einiges zu erkunden, zum einen gibt es schöne Wanderwege, einen Kletterwald, aber auch einen kleinen Bergpark mit kulturellem Hintergrund. Der Turm ist der bescheidene Rest des Neroberghotels, das zwischen 1880 und 1900 errichtet wurde. 1989 musste es wegen Einsturzgefahr abgerissen werden, was aber blieb ist der Turm neben der sogenannten Erlebnismulde.

Die Erlebnismulde wird für kulturelle Veranstaltungen genutzt. Der runde Nerobergtempel lädt zum Verweilen ein, denn von hier haben wir einen einmaligen Blick auf den Rheingau.

Das Opelbad im Bauhausstil erbaut ist eine Stiftung des damals in Wiesbaden ansässigen Großindustriellen Wilhelm von Opel. Aufgrund seiner einmaligen Lage zählt es zu den schönsten Freibädern in Deutschland. Wir schleichen uns auf die Dachterrasse des Restaurants, um einen optimalen Blick zu erhaschen… traumhaft schön.

Die Russisch-Orthodoxe Kirche der Hl. Elisabeth wurde als Grabkapelle errichtet. Sie ist mit ihren 5 vergoldeten Kuppeln eines der bedeutendsten Wahrzeichen von Wiesbaden. Im Inneren darf leider nicht fotografiert werden, aber die Kirche ist über und übervoll mit religiösen Relikten in Prunk und Gold.

Das Ehrendenkmal wurde zum Gedenken an die Gefallenen des 80. Füsilier-Regiments errichtet. Füsiliere waren ursprünglich mit einem Steinschlossgewehr bewaffnete Soldaten.

Von hier haben wir nochmal einen herrlichen Blick auf Wiesbaden und die Weinberge.

So schön es auch ist in der Sonne zu chillen, wir fahren mit der Nerobergbahn wieder hinunter ins Tal und wollen Wiesbaden erkunden.

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4 Gedanken zu “Nerobergbahn Wiesbaden

  1. Man meint immer es gäbe keine interessanten Ecken in Deutschland, aber siehe da: es gibt sie doch. Mich hat vor allem die Kirche beeindruckt, plötzlich tauchen mitten im Wald 5 goldene Kirchtürme auf, einfach toll. Und stets der Blick auf Wiesbaden.
    LG Sabine

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