Ruhrpott Teil 1: Zeche Zollverein

Das Ruhrgebiet: eine mir ganz unbekannte Region, die ich schon lange einmal erkunden wollte. Und ich kann schon so viel vorweg nehmen: das Ruhrgebiet hat unendlich viele Attraktionen zu bieten, ist absolut sehenswert und attraktiver als sein Ruf.

Das große Highlight ist die Zeche Zollverein, die seit 2001 zum UNESCO Welterbe gehört. Nicht ohne Grund, denn sie ist ein Meisterwerk der Architektur und gilt als die schönste Zeche der Welt. 

Die Architekten formulierten ihren Anspruch im Jahr 1929 mit folgenden Worten: „Wir müssen erkennen, dass die Industrie mit ihren gewaltigen Bauten nicht mehr ein störendes Glied in unserem Stadtbild und in der Landschaft ist, sondern ein Symbol der Arbeit, ein Denkmal der Stadt, das jeder Bürger mit wenigstens ebenso großem Stolz dem Fremden zeigen soll, wie seine öffentlichen Gebäude.“

Geradlinigkeit, Symmetrie und Klarheit prägen die Gebäude.

Das berühmte Doppelbock Fördergerüst über Schacht 12

Wir schließen uns einer Führung „Über Kohle und Kumpel“ an, um einen Einblick in den Kohleabbau zu erhalten. Zunächst gibt es eine kleine Einführung anhand von Modellen, die vor allem nachdenkliche Details über die Arbeits- und Lebensbedingungen der Zollverein-Bergleute zeigen. Kein Wunder, dass die durchschnittliche Lebenserwartung früher bei gerade mal 40 Jahren lag.

Wir befinden uns in Schacht XII, wo wir den Weg von der Schachthalle, in der früher die Kohle ankam, durch die Sieberei bis zur Kohlenwäsche, wo die Kohle aufbereitet und anschließend verladen wurde, verfolgen.

Ein Blick vom Dach der Kohlewäscherei… und tatsächlich, das Ruhrgebiet ist ziemlich grün.

Nicht weniger bekannt sind die orangefarbenen Treppen im Ruhrmuseum, in das wir während unserer Führung einen schnellen Blick werfen dürfen. Nach wenigen Minuten werden wir jedoch wieder „hinausbefördert“, denn das Museum kostet eigentlich Eintritt.

Auf eigene Faust machen wir uns auf den Weg zur Kokerei. Leider sind dort viele Bereiche abgesperrt und unser Rundgang gleicht eher einer Tour durch lost places.

Zeche Zollverein ist ein absolutes Muss für einen Besuch im Ruhrgebiet. Zu gerne hätte ich die Zeche auch bei Nacht besucht, denn dann sind die Hallen beleuchtet und alles wirkt noch viel mystischer. Aber dieses tolle Ereignis holen wir bald in der Henrichshütte nach.

Advertisements

6 Gedanken zu “Ruhrpott Teil 1: Zeche Zollverein

    • Jetzt habe ich mich gleich mal durch deine Ruhrgebiets-Beiträge gelesen… Duisburg und Düsseldorf stand nicht bei uns auf der Liste, aber der Tetraeder… lass dich also überraschen, was wir alles entdeckt haben 🙂
      Eure Unterkunft sieht aber traumhaft aus, da möchte ich am liebsten gleich verreisen.
      Noch ein schönes Wochenende
      Sabine

      Gefällt 1 Person

      • danke Sabine ! Freut mich dass du dir die Beiträge angeschaut hast. War schon auch mal interessant zumal ich die Gegend überhaupt nicht kenne! War einfach mal was anderes. Was mich überrascht hat war das viele „grün“. Habe mir das Ruhrgebiet anders vorgestellt !. Die Unterkunft in Solingen war wirklich sehr idyllisch. War eine Ferienwohnung mittem im „grünen“ ! Schönes Wochenende noch und ich bin gespannt was bei dir noch so kommt ! Manni

        Gefällt 1 Person

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s