Costa Rica, das Land zwischen zwei Ozeanen

Wohin verreisen wir in den Winterferien 2014/15?

Eigentlich sind wir begeisterte Skifahrer, aber Skifahren in den USA heißt Flugreise… das können wir uns gar nicht vorstellen. Auch unser Sommerurlaub 2014 in Alaska schürte etwas die Sehnsucht nach Sonne und Wärme.  Ziemlich schnell fällt die Entscheidung, ein zweites Mal nach Costa Rica zu fliegen. Costa Rica liegt in Zentralamerika auf der Landbrücke zwischen Nord- und Südamerika und ist etwa so groß wie die Schweiz.

Costa Rica ist für unsere Art von Urlaub ideal: es lässt sich gut auf eigene Faust erkunden und ist sehr kinderfreundlich. Die Wunschliste für diesen Urlaub ist schnell erstellt: Thomas möchte unbedingt einen Tapir sehen, Amelie bunte Frösche wie den Red-eyed Tree Frog und den Blue Jeans Frog. Anna-Lena wünscht sich einen Pferdeausritt am Strand und in meiner Foto-Sammlung fehlen noch Tukane und Rote Aras. Also ran an die Planung… unser Weg führt uns von San José zunächst in den Norden Richtung Arenal, Monteverde und dann der Pazifikküste entlang bis in den Süden des Landes in den Nationalpark Corcovado. Von dort geht es wieder durch das Landesinnere zurück nach San José.

Costa Rica ist geprägt von Regen- und Nebelwäldern und ist eines der artenreichsten Länder der Erde. Die Temperaturen sind das ganze Jahr über konstant, aber es herrscht 8 Monate Regenzeit und 4 Monate Trockenzeit. Wir reisen in der Trockenzeit, dennoch ist die Natur saftig grün und ich bin immer wieder fasziniert, wie viel unzählige Grüntöne es gibt… sie wirken richtig bunt.

Auf dem Weg nach Monteverde

Was bietet sich also mehr an als Wandern… durch die Regenwälder auf der Suche nach Tieren, über Hängebrücken in schwindelnder Höhe, am Fuße von Vulkanen und zu Wasserfällen, in denen wir uns erfrischen.

Hier kommen noch einige Eindrücke außerhalb des Regenwaldes. Einfache Wohnhütten mit bunten Wäscheleinen vor dem Haus, üppige Obststände, allerlei Buntes für Touristen und jede Menge Ceviche Stände. Ceviche ist ein in Zitronensaft marinierter roher Fisch – lecker. Die Stände sind überwiegend im Süden des Landes entlang der Küste zu finden und wir halten etliche Male an, um uns an der köstlichen Ceviche satt zu essen.

Dominical

Eine weitere Besonderheit in Costa Rica sind die über 100 Vulkane. Wir haben bereits im vergangenen Jahr die wichtigsten, noch aktiven Vulkane gesehen: Vulkan Poás, Arenal, Rincón de la Vieja und Irazú. Für uns ist der Vulkan Poás der spektakulärste, vielleicht auch deshalb, weil wir letztes Jahr geschlagene 6 Stunden geduldig gewartet haben, bis endlich die Wolkendecke aufreißt und uns einen kurzen Blick in den Krater gewährt. Dieses Jahr ist es fast ein wenig langweilig, denn das Wetter ist auf unserer Seite und wir absolvieren die Tour am Vulkan in einer guten Stunde. Viel länger hätten die Kinder auch nicht ausgeharrt, denn das lange Warten und Hoffen aus dem Vorjahr hat wohl einen sehr bleibenden Eindruck hinterlassen.

Vulkan Poas

Lava

Auch beim Vulkan Arenal ist das Glück dieses Mal auf unserer Seite und wir sehen ihn fast in seinem vollen Ausmaß. Hier der Blick von La Fortuna aus.

Vulkan Arenal

Auf unseren Wanderungen begegnen wir unzähligen Tieren: Faultieren, Nasenbären, Affen, Spinnen, Schlangen und und und. Allerdings ist es von Vorteil, mit einem Guide durch den Regenwald zu wandern, der die Gewohnheiten und Lebensräume der Tiere kennt. Ohne Guide hätten wir im Parque Nacional Carara sicherlich keine roten Aras gesehen.

Nasenbär

Mir haben es vor allem die Vögel in allen Größen und Farben angetan… von Kolibri bis Tukan.

Die roten Aras, die ich unbedingt sehen will…

Und Tukane… letztes Jahr haben wir nur einen in weiter Ferne gesehen, dieses Jahr kann ich mich kaum entscheiden, welches das schönste Foto ist.

Kolibris

In Costa Rica sollte man auf jeden Fall mindestens eine Nachttour einplanen. Viele Tiere bekommt man nämlich nur nachts zu Gesicht und es hat einen ganz besonderen Reiz mit Taschenlampe bewaffnet auf Tiersuche zu gehen. Die Kids sind jedes Mal ganz glücklich, wenn sie einen Käfer, Raupe oder ähnliches entdecken. Amelie freut sich auch noch über den fünfzigsten Daddy Long Leg.

Schlafende Vögel

Käfer und Co.

Spinnen

Schlangen, Reptilien und Raupen

Ein nachtaktives Faultier

Faultier

Amelie`s Wunsch ist eine Nachttour an einem Teich, um möglichst viele bunte Frösche zu beoabachten. Der Blue Jeans Frog ist zwar nicht nachtaktiv, dennoch bekommen wir ihn in der Dämmerung noch zu sehen… und bunt ist er auch.

Blue Jeans Frog

Der wohl bekannteste Frosch Costa Ricas ist der Red-eyed Tree frog

Dieses Männchen gibt uns ein großartiges Froschkonzert

Rufendes Männchen

Eine ganz andere Art der Begegnung mit Tieren ist unser Pferdeausritt, den sich Anna-Lena gewünscht hat. Nachdem wir am Strand ankommen, darf jeder nach seinen Fähigkeiten und seinem Mut losreiten. Ich bleibe gerne mit Amelie im langsameren Lager, denn ganz wohl fühle ich mich nicht so hoch zu Ross. Thomas trabt mutig im mittleren Lager mit und Anna-Lena hängt sich an 2 erfahrene Reiter aus Arizona und reitet wild am Strand entlang. Zum Glück konzentriere ich mich auf Amelie und realisiere nicht, mit welchem Tempo und Leichtsinn unsere Ältere galoppiert.

Am Ende des Ausritts strahlt auf ihrem Gesicht der Spruch: Alles Glück dieser Erde, liegt auf dem Rücken der Pferde – es muss also etwas Wahres daran sein.

Weiter geht es in den Parque Nacional Corcovado. Dort erleben wir so vieles und es ist sicherlich der Höhepunkt unserer Reise, dass ich darüber in den nächsten Tagen ausführlicher in einem extra Beitrag berichte. Vorab ein kleiner Ausblick auf diese herrliche Halbinsel…

Costa Rica, Pura Vida, feuchte Regenwälder, atemberaubende Hängebrücken, exotische Tiere, endlose Sandstrände… und jeder Urlaubstag endet mit einem herrlichen Sonnenuntergang. Was will man mehr?

Endlich machen wir auch eines dieser coolen O-H-I-O Bilder.

O-H-I-O

Mehr Bilder gibt es wie immer in flickr

Costa Rica Bilder aus 2013/2014

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12 Gedanken zu “Costa Rica, das Land zwischen zwei Ozeanen

  1. Servusle Sabine,

    wundervolle Bilder 😉
    Schon mal überlegt sowas professionell zu machen? Du machst das echt toll. Man hat fast ein bisschen das Gefühl dabei zu sein 😉

    Liebi Grüessli und en gueti Ziit
    Jeanny

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  2. Hallo, musste hier natürlich auch noch reinschauen… bin ganz fassungslos, was für wunderbare Aufnahmen du gemacht hast – großes Kompliment! Mit welcher Kamera fotografierst du denn?
    Corcovado hätten wir auch gerne gemacht… muss beim nächsten Mal sein.
    LG
    Hartmut

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    • Danke für das Kompliment. Ich fotografiere mit einer Nikon 7100 und diversen Objektiven wie Nikon 18-300 oder Sigma 17-50; 2,8 und mein bestes Stück für Tiere ein Tamron 150-600 … mit der Kanone fällt man auf 😉
      Corcovado ist ein absolutes Highlight, mit ein Grund weshalb wir ein 2. Mal nach CR sind… ein must see für euren nächsten CR Trip. Die schlafenden Tapire waren einfach toll.
      Was sind denn eure nächsten Ziele?
      LG
      Sabine

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      • Dieses Jahr bleiben wir hauptsächlich in Europa. Demnächst Kurztrip nach Island, dann einige kürzeren Trips im VW Camper hier oben in Schweden. Für den Sommer stehen 5 Wochen Deutschland, Schweiz und Österreich an und Herbst evtl Marocko, Jahreswechsel in Namibia (??)… noch nichts konkret geplant. Wir schauen mal, was ihr von Namibia berichten werdet!
        LG
        Hartmut

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  3. Wow das klingt auch nicht schlecht.Habt ihr tatsächlich einen Camper gekauft? Ich habe das nur so am Rande bei Planet Hibbel verfolgt.
    Und wenn ihr einen Zwischenstop auf dem Weg nach Österreich sucht, Laupheim ist der Nabel der Welt 😉
    Lg
    Sabine

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